Pfarreiengemeinschaft St. Maria Landau

Pfarrei St. Maria - Pfarrkirche

Pfarrkirche St. Maria

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Führung durch die Marienkirche in Landau



Die katholische Stadtpfarrkirche St. Maria steht in der Innenstadt von Landau/Pfalz, direkt am Marienring. Sie ist die mächtigste Kirche der gesamten Südpfalz. Wegen ihrer alles überragenden Größe im neoromanischen Kathedralstil wird sie auch der Dom zu Landau genannt.

Geschichtliches:

Zur Ablösung des Simultaneums in der Stiftskirche erhielten die Katholiken Landaus im Jahre 1893 (durch Los) die Augustinerkirche und einen Bauplatz am Kaiserring (heutige Marienkirche) zugesprochen.

Planung der Kirche (1904) durch Architekt Cades, Stuttgart. Cades war Diözesanbaumeister der Diözese Rottenburg. Wie man sich erzählt, hatte Cades die Marienkirche als Bischofskirche für Rottenburg geplant und die Katholiken Landaus haben diese Planung übernommen.

1907 beschloss der katholische Kirchenrat von Landau, im neu entstandenen Stadtteil Landau-Süd eine neue, größere und modernere Kirche zu errichten, nachdem die Augustinerkirche in der Königstraße zu klein geworden war. Am 12.7.1908 wurde der Grundstein für die Marienkirche nach Plänen von Josef Cades, Stuttgart, gelegt. Um 1910 war die Kirche mit Ausnahme der beiden Türme rohbaufertig. Der erste Gottesdienst in der neugebauten Kirche wurde am Weihnachtsfest 1910 gefeiert (am 08.12.1910 vom damaligen Domdekan benediziert). Am 12.06.1911 wurde die Kirche vom Bischof von Speyer, Bischof Faulhaber, feierlich konsekriert.

Der Bau der Kirche, die insgesamt 73 m lang, 40 m breit, im Schiff 20m hoch ist und zwei mächtige Westtürme mit je 60 m Höhe zählt, verschlang rund 1 Mio. Goldmark. Über rund 350.000 Goldmark musste ein Darlehen aufgenommen werden. Bis 1964 wollte man die Schuld beglichen haben. Aber es kam anders: Schon im Jahre 1925 war das Darlehen vollständig getilgt, "DANK" der Inflation!

Im Innenraum ist die Kirche der Spätromanik mit frühgotischen Formen gewidmet. Rundbogenfenster und Strebepfeiler nach dem Vorbild von Chartres bestimmen den Außenbau.

Sehenswert in der Marienkirche ist vor allem die 3,5 m hohe hölzerne Marienstatue mit dem Jesuskind.

Die Kirche kann tagsüber über den nördlichen Seiteneingang am Marienring betreten werden.


(nach Willi Metz, Architekt/Landau)

Weitere Angaben:

Sitzplätze Orgel
560 im Kirchenschiff 72 Register, Steinmeyer/Öttingen, Baujahr 1924
70 auf der Empore Renoviert: 1956, 1976, 1987

Die Glocken der Marienkirche

Christ-König Maria-Assumpta St. Katharina St. Theodor St. Luzia St. Josef
3565 kg, a° 2160kg, c´ 1143 kg, e´ 671 kg, g´ 603 kg, a´ 410 kg, h´

Die Glocken wurden 1953 von Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher/Westfalen gegossen. Das Geläute gilt in Fachkreisen als eines der besten der Gießerei.

Mit Google Earth die Marienkirche von oben sehen

100-jähriges Jubläum

Im Jahr 2011 können wir, so Gott will, das 100-jährige Jubiläum unserer Kirche feiern. Bis dahin wollen wir möglichst viel geschafft haben.

Die Zeit läuft: Jeden Tag rücken wir dem großen Jubiläumsjahr ein kleines Stückchen näher!