Pfarrei Mariae Himmelfahrt - Ordensleben

Elisabethenstift Queichheim





Die Ordengsgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Hl. Familie zu Mallersdorf hat 12 Niederlassungen mit 127 Schwestern in der Diözese Speyer. In Queichheim haben die Mallersdorfer Schwestern eine Niederlassung, in der heute 16 Ordensschwestern leben.


CARITAS CHRISTI URGET NOS





Lebensweise

Wir „Mallersdorfer Schwestern“ leben nach der Regel für den klösterlichen Dritten Orden des heiligen Franziskus. Unser Ordensstifter Dr. Paul Josef Nardini wollte, dass wir Menschen franziskanischer Prägung seien.
Der hl. Franziskus fasste das Ordensleben zusammen in der Aussage: „ ... unseres Herren Jesus Christi heiliges Evangelium zu beobachten durch ein Leben in Gehorsam, in Armut und in eheloser Keuschheit.“
Das bedeutet für uns:

Gehorsam

Ich lege meine eigene Freiheit in Gottes Hand.
Ich will mich zeitlebens mühen, mich aus allen Zwängen zu lösen, in die ich durch mich und meine Umwelt immer wieder gerate.
Gott will mein eigentlicher Führer sein.

Armut

Persönliche Besitz- und Anspruchslosigkeit
Das Herz frei machen von der Abhängigkeit den Dingen gegenüber; frei werden für Gott, der mein ganzer Besitz sein will.

Ehelose Keuschheit

Ungeteilte Hingabe an Gott und Hingabe nicht an einen, sondern an viele Menschen
Gott will mein tiefstes DU sein.

Unsere Aufgaben

Unser Stifter Dr. Paul Josef Nardini gab uns den Auftrag: „den Armen das Evangelium zu verkünden durch die Werke der Liebe“. Er meinte damit: Dort sein, wo der Mensch am verlassensten ist: „am Beginn seines Lebens, in seiner zartesten Kindheit und am Schluss seines Lebens in seiner Todeskrankheit, in seiner Todesstunde.“

Konkret wollen wir diesen Auftrag verwirklichen, indem wir Kinder und Jugendliche in Kindertagesstätten, Kinderheimen und Schulen betreuen, erziehen und bilden. kranke und alte Menschen in Krankenhäusern, Altenheimen und in Privatwohnungen pflegen. Dienste in kirchlichen Bildungsstätten, Seminaren und Kurhäusern übernehmen. verschiedene Tätigkeiten in Pfarreien ausüben und die seelsorgerische Arbeit unterstützen. Mallersdorfer Schwestern arbeiten vor allem in Bayern, der Rheinpfalz, in Rumänien und in Südafrika.


Gründer



Dr. Paul Josef Nardini - der Ordensgründer

Stationen seines Lebens und Wirkens

1821 wurde Paul Josef Lichtenberger am 25.07. in Germersheim a. Rhein geboren und am 26.07. in der Pfarrkirche St. Jakob auf "Paul Josef" getauft.

1823 nahm eine Großtante den Zweijährigen in ihre Familie auf. Er wurde von da an Paul Josef Nardini genannt.

1841 absolvierte er das Gymnasium in Speyer mit "Auszeichnung".

1841-43 studierte er an der Hochschule in Speyer Philosophie und

1843-46 an der Universität in München Theologie und promovierte am 25.07.
zum Dr. theol. "cum eminentia" (mit Auszeichnung).

1846 weihte ihn Bischof Nikolaus von Weis im Dom zu Speyer am 22.08. zum Priester und ernannte ihn am 24.08. zum Stadtkaplan von Frankenthal. Doch schon am 01.12.
berief ihn der Bischof zum Präfekten ins bischöfliche Seminar. Während dieser Zeit half Nardini in der Pfarrseelsorge der umliegenden Gemeinden.

1850 wurde er am 11.04. zum Pfarrverweser in Geinsheim ernannt.

1851 Nach einem Jahr erfolgreicher Seelsorgstätigkeit wurde er am 08.05. zum Pfarrer von Pirmasens ernannt.

1853 trat er in Oggersheim dem 3. Orden des hl. Franziskus bei und erhielt den Namen "Franziskus". Zur Linderung der Not errichtete er am 13.06. unter großen Widerständen eine Niederlassung der Niederbronner Schwestern für die Armen- und Krankenpflege seiner Pfarrei.

1855 als diese Schwestern von der Ausweisung bedroht waren, gründete er am 02.03. eine Schwesterngemeinschaft, die er "Arme Franziskanerinnen von der Hl. Familie" nannte (heute auch unter dem Namen "Mallersdofer Schwestern" bekannt).

1857 genehmigte Bischof Nikolaus von Weis am 10.03. die Statuten und erteilte der Neugründung die kirchliche Anerkennung.

Im Herbst errichtete Nardini ein "Kleines Studienseminar", um begabten mittellosen Jungen den Besuch des Gymnasiums zu ermöglichen.

1858 wurde Nardini mit der Schulinspektion im Kreis Pirmasens betraut und außerdem von seinen Mitbrüdern zum Dekan gewählt und vom Bischof dazu ernannt.

1855-61 rang Nardini um die staatliche Anerkennung der Schwesterngemeinschaft.

1862 erkrankte Nardini an einer Lungenentzündung und starb am 27.01. im Alter von erst 40½ Jahren.
2006 wurde Dr. Paul Josef Nardini im Dom zu Speyer am 22.10. selig gesprochen.


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