Wissenswertes und Interessantes zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Landau-Queichheim
Zusammengestellt im Auftrag des Katechesekreises der Pfarrei durch Veit und Uschi Schwöbel
Baugeschichte: Die erste Kirche wird urkundlich beim Kloster Weißenburg vor 991 erwähnt. Queichheim war bis 1279 Pfarrkirche von Landau. Seit 1700 war sie Simultaneum, das man nach langjährigen Streitigkeiten 1908 auflöste. 1898 Gründung des Kirchen- und Pfarrhausneubauvereins. Juni 1914 Pfarrhausbau. Pläne für Kirche und Pfarrhaus von Prof. Albert Bosslet. Abfindung des Simultaneums durch die Protestanten mit 8250 Reichsmark. Ca. 60 000 Reichsmark aus Spendengeldern gingen bei der Inflation 1923 verloren. Der Bauplatz war neben dem 1882 errichteten Schulhaus. Die Pläne von 1914 wurden umgeändert, der Raum um die Hälfte verringert und die Seitenschiffe unter ein Dach gestellt.
1. Spatenstich war im Januar 1925, die Grundsteinlegung am 5. September 1925 unter Pfr. Eugen Zipse. Bauunternehmer war die Fa. Joh. Schneider, Queichheim. Die Einweihung nahm Bischof Dr. Ludwig Sebastian am 29.08.1926 vor. Turmhelm und Kreuz waren im März 1926 fertig.
Maße der Kirche: 42,90 m lang, 19,50 m breit, Turmhöhe 40 m, 450 Sitzplätze, 100 Emporenplätze Klassizistischer Baustil mit Kassettendecke
Glocken Einweihung am 30.05.1954 unter Pfr. Karl Trauthwein; die Geläute der kath. und ev. Kirche sind aufeinander abgestimmt, ebenso auf die neuen Glocken der ev. Lukaskirche im Horst Die Glocken wurden gegossen bei der Fa. A. Hamm & Sohn in Frankenthal.
|
Orgel Gebaut von Paul Sattel, Speyer. Pneumatisches System für Tasten und Register Einweihung am 18.05.1952 unter Pfr. Karl Trauthwein 1. Manual 6 Register, 2. Manual 7 Register, Pedal 2 Register, Koppeln Erweiterung 1975 durch Paul Zimnol, Kaiserslautern mit 5 neuen Registern.
Kirchenrenovierung ab 1976 fünf Jahre lang. Das Bauvolumen betrug, 700 000 DM, davon 200 000 DM Eigenleistung. Neugestaltung des Innenraumes angeregt und durchgeführt vom damaligen Pfarrer Gerhard Weber. Künstlerische Gesamtleitung Max Faller, München Von ihm stammen als Bronzearbeiten: Ambo, 11-flammiger Marienleuchter, 12-Apostelleuchter (Seitenwände), Altarkreuz, liturgische Geräte und Tabernakelstele.
Altar und Priestersitz in Nagelfluh, einem mit bunten Kieselsteinen durchsetzten schweren voralpinen Naturgestein, bei Rosenheim gebrochen. Geometrische Kubusform mit Luftfugen. Eine architektonische Besonderheit ist die Anbringung des Märtyrergrabes an der Stirnseite des Altars. (Reliquien des Hl. Basilianus und der Hl. Aurelia), sichtbar durch den vorstehenden Stein. Altarweihe 22.11.1978 durch Weihbischof Ernst Gutting
Tabernakelstele Reliefsäule, Weihe am 8.12.1984 durch Weihbischof Ernst Gutting Anlehnung an die spätantiken Triumphsäulen, Stele unter einem Chorbogen als Motiv der Renaissance übernommen 1,30 m hoher Sockel und Tabernakelkonsole, beides aus Nagelfluh, sind 40 Ztr. schwer. Die 4,00 m hohe Bronzesäule wiegt 10 Ztr.
Motiv der Stele: Das Volk Gottes pilgert in drei Windungen auf einer Rebenranke Christus entgegen, der an der Säulenspitze die Kelter tritt, ein Motiv des. 12. Jht. Sechs Bronzeleuchter bilden einen Halbkreis um die Stele und sind verziert mit Zweigen und Vögeln.
Tabernakel Stahltresor mit Silberplatten verkleidet, verziert mit Halbedelsteinen verschiedener Farbe. Alter Tabernakel beim rechten Seitenfresko.
Altar- und Vortragskreuz, 1975 von Max Faller, München aus Bronze geschaffen, außen versilbert, durch Stiftung finanziert. Die Vorderseite zeigt die Landschaft von Assisi, den Gekreuzigten und den Hl. Franz mit Gefährten, unten die Geburt Jesu, oben die Auferstehung. Auf der Rückseite: Der Hl. Franz empfängt die Wundmale Jesu.
Kirchenfenster Bleiverglasung, echt Antikglas mit eingebrannter Schwarzlotmalerei aus der Glaskunstwerkstätte Robert Bleidorn, Speyer. Entwurf, Werkzeichnung, Malereien von Günther Zeuner, Speyer. Die zwölf großen Glasfenster in modernem Entwurf geben dem Kirchenraum ein besonderes Licht. Über dem Eingangsportal sieht man die Darstellung der im Himmel thronenden Muttergottes. Auf der Portalseite, beim Turm- und Emporenaufgang befinden sich kleine Bleiglasfenster, ebenfalls gestaltet von G. Zeuner, mit biblischen Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament, gestiftet von einer Queichheimer Familie.
Versilberte Reliefs an den beiden Säulen hinten links Augustinus; rechts Bruder Konrad vor dem Altöttinger Gnadenbild.
Portal Material Alu-Guß der Fa. C. Casper, Nöttingen/Pforzheim. Entwurf und Modell vom Bischöfl. Bauamt, durch Spenden finanziert.
Turm Nov. 1981 Einbau einer elektrischen Quarzuhr für 12 000 DM, (altes Uhrräderwerk ist noch vorhanden). Okt. 1976 Turmrenovierung und neue Schiefereindeckung sowie Neuvergoldung von Kreuz, Uhr und Hahn. Spätjahr 2003 Dacheindeckung und Turmanstrich neu.
Taufstein aus der alten Kirche, ältester sakraler Gegenstand, 2003 mit einem neuen Taufdeckel versehen, in Bronze von Max Faller gestaltet, Motiv „Taufe Jesu“. Die Deckelkrone zeigt die 4 Evangelisten.
Marienstatue: aus Tirol, gestiftet.
Seitenfresken: beim Taufstein und alten Tabernakel, schwach übertüncht; links: Herz Jesu Figur, Hl. Barbara und Soldaten, welche die Gesichter Gefallener aus Queichheim darstellen; rechts: Hl. Joseph und Vatikan.
Fußboden: blaugrauer Treuchtlinger Marmor.
Alter Hochaltar (18. Jht.) mit Holzfiguren (Maria und Johannes , 17. Jht.) im rechten Seitenschiff hinten; dazugehöriges Kreuz in der Sakristei.
Immaculata aus Holz 18. Jht., restauriert, befindet sich in der Sakristei.
Außenanlagen: 1883 Fertigstellung von Wegen, und den beiden schmiedeeisernen Toren von Tilbert Ohmer, Jugendwerk Freialtar zwischen Apsis und Sakristei aus Bruchsteinen mit der Kalksandsteinplatte des alten Hochaltars.
Weitere Angaben: Sitzplätze: 450 Kirchenschiff, 50 Empore
|